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Organtransplantation - Faktoren für den Langzeiterfolg
Konsequente Nachsorge sichert langfristigen Erfolg einer Transplantation

Bonn (ots) - Die moderne Medizin ist heute so erfolgreich, dass gespendete Organe über Jahrzehnte hinweg funktionsfähig bleiben und die Empfänger ein fast normales Leben führen können. Damit sich die Hoffnungen an eine Transplantation auch wirklich auf Dauer erfüllen, ist vor allem die Mitarbeit des Patienten gefragt. Welche Regeln vor und nach dem Eingriff beachtet werden sollten, zeigt nun eine neue Broschüre des Bundesverbandes für Gesundheitsinformation und Verbraucherschutz (BGV).

Die Transplantation ist heute ein etabliertes Behandlungsverfahren bei akut drohendem Organversagen. Besonders die Übertragung von Niere, Herz und Leber hat vielen tausend Menschen das Leben gerettet und eine Lebensqualität zurückgegeben, die vor 50 Jahren noch unvorstellbar war. Entscheidend für eine zuverlässige und lange Funktion des neuen Organs ist vor allem die Transplantations- nachsorge, die direkt nach dem Eingriff beginnt und ein Leben lang andauert. So muss mit Hilfe von Medikamenten, so genannten Immunsuppressiva, die Reaktion des Immunsystems dauerhaft unterdrückt und eine Abstoßung des Spenderorgans verhindert werden. Im Alltag ist daher die lückenlose und pünktliche Medikamenteneinname für jeden Patienten das A & O, da schon wenige nicht eingenommene Tabletten eine Abstoßungsreaktion provozieren. Auch sollten andere Arzneien niemals ohne Rücksprache mit dem behandelnden Arzt eingenommen werden, da sie die Wirksamkeit der Immunsuppressiva stark beeinträchtigen können.

Medikamente sind aber nur ein Teil der Therapie. Genauso wichtig ist es, konsequent alle Nachsorgeuntersuchungen wahrzunehmen sowie täglich den Blutdruck und das Körpergewicht zu kontrollieren. Denn wer seine körperliche Verfassung sorgfältig beobachtet, kann mögliche Komplikationen rechtzeitig erkennen und entsprechend handeln. Auch ein Patiententagebuch, in dem das tägliche Befinden und alle gesundheitlichen Beschwerden und Auffälligkeiten eingetragen werden, kann eine wichtige Hilfe zur Beurteilung der Funktionsfähigkeit des neuen Organs und zur Kontrolle des Therapieverlaufs sein.

Neue Broschüre informiert

Dank den Erfahrungen in der Operationstechnik und der Beherrschung der Organabstoßung kommt eine Transplantation heute für viele schwerkranke Patienten in Frage. Auf der Warteliste für ein lebensrettendes Organ zu stehen, löst bei Betroffenen jedoch unterschiedliche Gefühle aus: Hoffnung und Zuversicht wechseln ab mit Unsicherheit und der Angst. Mit der neuen Broschüre "Organtransplantation - Faktoren für den Langzeiterfolg" möchte der BGV daher allen Menschen Mut machen, die sich mit dem Gedanken einer Transplantation auseinandersetzen müssen oder diese bereits hinter sich haben. Der Ratgeber informiert Betroffene und Angehörige, welche Faktoren den Langzeiterfolg einer Transplantation beeinflussen und wie der Alltag nach dem Eingriff zu bewältigen ist. Die Broschüre kann postalisch angefordert werden beim Bundesverband für Gesundheitsinformation und Verbraucherschutz (BGV), Heilsbachstraße 32 in 53123 Bonn oder im Internet unter www.bgv-transplantation.de. Dort geben Experten auch Antwort auf ganz persönlichen Fragen zum Thema Organtransplantation.

Pressekontakt:

Bundesverband für Gesundheitsinformation und Verbraucherschutz 
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