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Lederer: Geringste Wachstumsrate seit langem

    Waldems-Esch (ots) -

    NDCHealth meldet für Januar nur mäßiges Wachstum auf dem deutschen
Apothekenmarkt
    
    Im Januar diesen Jahres stieg der Umsatz auf dem deutschen
Apothekenmarkt im Vergleich zum Januar 2001 um knapp 3,4 Prozent auf
rund 1,42 Mrd. EURO zu Herstellerabgabepreisen. Die abgesetzte Menge
ging gleichzeitig um mehr als vier Prozent zurück. Das ist seit
mehreren Jahren die niedrigste Wachstumsrate zu Jahresbeginn. Dies
geht aus aktuellen Zahlen von NDCHealth hervor, die diese als
Schnellinformation auf der Basis der Großhandelseinkäufe der
öffentlichen Apotheken ermittelt. Da die Großhandelseinkäufe knapp 90
Prozent des gesamten Apothekenmarktes repräsentieren, weichen die
endgültigen Monatswerte erfahrungsgemäß allenfalls geringfügig
hiervon ab.
    
    Für die aktuelle Marktentwicklung sieht der Geschäftsführer von
NDCHealth, Roland Lederer, ein ganzes Bündel von Gründen. Zum einen
sei, anders als in den Vorjahren, die unter Budget und Androhung von
Kollektivregressen traditionelle Verordnungszurückhaltung Ende
letzten Jahres weitgehend ausgeblieben. In der Vergangenheit hatte
die Abschwächung im Dezember wiederholt zu einem Nachholeffekt zum
Beginn des jeweils nächsten Jahres geführt. Gleichzeitig sei der
Sockel aus Januar 2001, auf dem das aktuelle Wachstum aufsetze,
besonders hoch gewesen. Seinerzeit hatte der Markt mit einem Plus von
etwa 11,3 Prozent überdurchschnittlich zugelegt.
    
    Zudem wirke seit Januar 2002 eine Neuordnung des sogenannten
Festbetragsmarktes. So wurden die Arzneimittelgruppen, für die
derartige Erstattungshöchstgrenzen gelten, zum Teil geändert. Zudem
wurden für viele Arzneimittel die Erstattungshöchstgrenzen selbst
gesenkt. So ging der Umsatz in diesem Marktsegment mit fast -4,8
Prozent deutlich stärker zurück als die Menge (-2,2 Prozent).
    
    Wie bereits in den Vormonaten hat der Generikaumsatz auch im
Januar diesen Jahres weiter deutlich zugelegt. Bei nahezu
unveränderter Menge betrug das Umsatzwachstum hier fast 4,5 Prozent.
Gleichzeitig verlieren die Originalpräparate, deren Patentschutz
abgelaufen ist, auch zu Beginn diesen Jahres weiter. Der Umsatz
dieser Präparate ging im abgelaufenen Monat sowohl nach Umsatz (-14,6
Prozent) wie nach Menge (-12,8 Prozent) deutlich zurück.
    
    Im Gegensatz dazu gehören innovative, patentgeschützte Präparate
auch im Januar zu den erfolgreichen Produkten im deutschen
Apothekenmarkt. Das Umsatzwachstum rezeptpflichtiger Arzneimittel,
für die es keinen Festbetrag gibt, lag mit einem Plus von rund 10,7
Prozent zwar unter der Wachstumsrate des abgelaufenen Jahres, aber
deutlich über dem Gesamtmarkt im Januar 2002.
    
    "Für die weitere Marktentwicklung wird spannend sein, welche
Wirkungen das von Bundestag und Bundesrat beschlossene
Arzneimittelausgaben-Begrenzungsgesetz entfalten wird", erklärte
Lederer.
    
    
ots Originaltext: NDCHealth
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