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Neues Deutschland: zum Profil- und Profilierungsstreit innerhalb der CDU

Berlin (ots)

Norbert Blüm ist ein Träumer. Er warnt seine CDU
vor einem Rückfall in den Neoliberalismus. Wann, bitte, soll sich die
Union denn davon verabschiedet haben? Das Zögern und Zaudern in der 
Großen Koalition mit der SPD ist mitnichten als Kehrtwende vom 
unsolidarischen und unsozialen Kurs zu werten. Das führt 
CDU-Generalsekretär Pofalla gerade mit seinem Vorstoß zur Haftung von
Kindern für ihre arbeitslosen Eltern vor. Das zeigte sich bei der 
Hartz IV-Verschärfung. Dafür steht die Mehrwertsteuererhöhung. Oder 
die nur mühsam gezähmte Vorstellung von einer Gesundheitsprämie. Oder
der fortdauernde Angriff auf den Kündigungsschutz. Wie auch das 
längst vergessene Blümsche Versprechen sicherer Renten.
 Die CDU führt in Wahrheit keine Profildiskussion um die 
kapitalistische oder werteorientierte Marschrichtung. Das Rätselraten
bewegt sich lediglich darum, wie man das in wenigen Regierungsmonaten
ziemlich angeschlagene Image aufpolieren und die ohnehin wenig 
überzeugende Wählerzahl bei der Stange halten kann. Deshalb taugen 
tägliche Aufschreie in der Partei nur zum Sommertheater. Geht's 
wieder zum parlamentarischen Alltag, sind derlei Überlegungen im 
Sommerloch verschwunden. Wohl auch bei dem alles auslösenden 
Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, der sich inzwischen kaum
an eines seiner Wahlversprechen erinnern kann. Vielleicht ist ihm 
deshalb das Wort von den CDU-Lebenslügen so schnell eingefallen.

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Neues Deutschland
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