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neues deutschland: Bargeld erleichtert Steuerhinterziehung - Finanzbeamte kritisieren Schäuble-Ministerium

Berlin (ots) - Die deutschen Finanzbeamten unterstützen den Vorstoß der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Abschaffung des 500-Euro-Scheins. Skeptisch sind sie hingegen, ob eine Bargeldobergrenze bei Bezahlungen von 5000 Euro die Wirkung hätte, wie sie sich das Bundesfinanzministerium erhofft.

"Der 500-Euro-Schein erleichtert den Transfer und die Ausfuhr von Schwarzgeld", erklärte Thomas Eigenthaler, Bundesvorsitzender der Deutschen Steuergewerkschaft gegenüber der Tageszeitung "neues deutschland" (Montagsausgabe). Dadurch werde Steuerhinterziehung befördert. Bezüglich der Bargeldobergrenze äußerte der Finanzbeamte große Zweifel. Dadurch werde das Bargeld nicht abgeschafft, weshalb es auch Schwarzgeldzahlungen weiter geben würde. Zudem ließen sich solche Obergrenzen "leicht umgehen". Im Kampf gegen Schwarzgeld hält die Interessenvertretung der Finanzbeamten andere Maßnahmen wie die Einführung einer Registrierkassenpflicht, mit der Bargeldumsätze von Unternehmen automatisch erfasst werden könnten, für die sinnvoller. "Hier tritt das Finanzministerium jedoch auf die Bremse", kritisierte Eigenthaler das Schäuble-Ressort.

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