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neues deutschland: Mike "Teufel" Paulenz: Mit dem ersten Dudelsack für 50 Mark Ost vor der Kaufhalle

Berlin (ots) - Auch der Teufel hat eine Stasi-Akte. Obwohl er damals »völlig unpolitisch« war, wie der Musiker Mike Paulenz im Gespräch mit der in Berlin erscheinenden Tageszeitung »neues deutschland« (Donnerstagausgabe) sagt. Der Frontmann der Band Tanzwut, der im Teufelskostüm auftritt, erzählt von seinen Anfängen als Straßenmusikant in der DDR: »Natürlich gab es ein paar Texte von François Villon, aber das konnte uns keiner vorhalten, dass wir so einen mittelalterlichen Barden rezitieren. Wir machen Mittelalter.« Tanzwut war zu Beginn ein Nebenprojekt, mittelalterliche Instrumente mit Bass, E-Gitarre und Schlagzeug zu kombinieren. In der DDR kannte man Dudelsäcke nicht. »Mit dem ersten Dudelsack bin ich damals raus, hab mich vor eine Kaufhalle gestellt und mit der Musik meine ersten 50 Mark Ost verdient. Da war klar, dieses Instrument wird mich durch die Welt bringen.«

In bald 20 Jahren hat Teufel mit der Band Tanzwut acht Alben veröffentlicht und seine Auftrittsorte längst von der Straße in Clubs und Konzerthallen weltweit verlegt. Auf Festivals und Mittelaltermärkten ist die Band aber auch immer noch zu finden. »Ich brauche Abwechslung in meinem Leben. Es muss immer wieder neue Etappen geben.« Abwechslung auch in der Musik. Ein Soloalbum hat Teufel bisher herausgebracht, Ideen für Lesungen oder doch ein Balladen-Programm gibt es.

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