neues deutschland

neues deutschland: US-Expertin: Freihandelsabkommen lockert Standards in den USA

Berlin (ots) - Experten aus den USA befürchten, dass durch das Freihandelsabkommen TTIP mit den USA die Lebensmittelstandards in der EU gesenkt werden. "Wenn diese Standards in Europa aufgeweicht werden, wird es für uns in den USA noch schwerer, dagegen zu kämpfen", erklärt die Direktorin des US-amerikanischen Institute for Agriculture and Trade Policy (IATP), Karen Hansen-Kuhn, im Interview mit der Tageszeitung "neues deutschland" (Freitagausgabe). Das Freihandelsabkommen werde die "ohnehin niedrigen Standards", die man in den USA habe, weiter lockern und der Agroindustrie "noch mehr Macht über das Ernährungssystem" geben, als sie ohnehin schon habe. Bereits das vorherige Freihandelsabkommen NAFTA zwischen USA, Kanada und Mexiko habe "in allen beteiligten Ländern unter den Landwirten großen Schaden angerichtet".

Hansen-Kuhn kritisiert zudem, dass "sehr stark hinter verschlossenen Türen verhandelt" werde. Zudem wolle US-Präsident Barack Obama mit dem sogenannten Fast Track-Verfahren erreichen, dass der Kongress nur über das gesamte Abkommen und nicht über die einzelnen Bereiche des Vertrages abstimmen könne. "Hier regt sich allerdings deutlicher Widerstand bei allen Parteien im Kongress", so Hansen-Kuhn.

Pressekontakt:

neues deutschland
Redaktion

Telefon: 030/2978-1715

Original-Content von: neues deutschland, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: neues deutschland

Das könnte Sie auch interessieren: