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Neues Deutschland: zu den Castor-Transporten

Berlin (ots) - Straßen besetzen, Schienen blockieren und schottern, sich an Gleise festketten und von Brücken abseilen, mit Trecker-Barrikaden Straßen für die Polizei unpassierbar machen - im Wendland und an der Castorstrecke gab es in den Tagen des nunmehr zwölften Atommülltransportes ins Zwischenlager Gorleben geplante und vorher angekündigte Regelüberschreitungen. Gemeinsam begangen von jungen und alten Menschen, Leuten, die sich als linksradikal bezeichnen, und solchen, die eine derartige Zuschreibung weit von sich weisen würden. All diese unterschiedlichen Menschen waren bereit, Kälte und Nässe auszuhalten, drohende Strafen in Kauf zu nehmen und sogar ihre körperliche Unversehrtheit aufs Spiel zu setzen - für das Ziel, den Castor-Transport wenn schon nicht aufzuhalten, dann doch so lange wie möglich zu behindern. Was treibt die Demonstranten dazu, sich nicht mit rein symbolischem Protest zufrieden zu geben? Es ist die maßlose Unzufriedenheit mit den politischen Entscheidungen, der Laufzeitverlängerung und der Fortsetzung der Endlager-Erkundung in Gorleben. Und es ist das Gefühl, dass, wenn arrogant, ahnungslos und im Interesse von Großkonzernen gegen die Bevölkerung regiert wird, nur eigenes Handeln zu Veränderungen führen kann. Dieses Handeln ist nicht immer legal, doch ist es legitim. Bei den Entscheidungen der Bundesregierung ist es umgekehrt.

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