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Neues Deutschland: zu abgelehnten Lohnerhöhungen

Berlin (ots) - Die Konzerne schreiben schwarze Zahlen, die Tische bei Vorständen und Geschäftsführungen brechen unter der Last prall gefüllter Auftragsbücher zusammen. Sowohl regierungs- als auch unternehmer- und sogar gewerkschaftsnahe Wirtschaftsweise korrigieren ihre Prognosen nach oben und sehen eine Drei vor dem Komma.  Die Kurzarbeit und andere Instrumente der Krisenbewältigung haben funktioniert, die Beschäftigten haben Verzicht geübt und damit ihre Jobs gesichert. Alle zusammen haben die Krise überwunden. Es ist also die Zeit gekommen, eine Flasche guten Schampus zu kaufen, ihr den Kopf abzuschlagen und ... Moment mal, da war doch noch was. Ach ja, die Beschäftigten sollen auch weiter verzichten. Es gibt keinen Raum für Lohnerhöhungen, sagt der DIHK. Die kleine Pflanze Konjunktur darf nicht von gierigen Werktätigen mit Lohnforderungen zertreten werden. Und in der zweiten Jahreshälfte soll es eh schon wieder düsterer werden, da die Konjunktur in den USA nicht gleichfalls anzieht.  Man könnte ja denken, Unternehmen und Politik hätten aus der anscheinend jetzt überwundenen Krise gelernt. Man könnte denken, sie seien dahintergekommen, dass mit unsozialen Sparpaketen im Sozialbereich auf der einen und sinkenden Löhnen, exportfixierter und unternehmerfreundlicher Politik auf der anderen Seite die nächste Wirtschaftskrise schon vorbereitet wird Ja, das könnte man alles denken. Ist aber nicht so.

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