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Neues Deutschland: zur CDU-Klausur

    Berlin (ots) - So schwer die Tage derzeit für Politiker der LINKEN auch sein mögen - in einem Falle aber können sie wirklich aufatmen. Die CDU nämlich will keine Stimmen bei der Linkspartei holen. Alle anderen im Bundestag vertretenen Parteien müssen hingegen zittern. Denn nach dem schlechtesten Wahlergebnis für die Union seit 1949 bei der Bundestagswahl 2009 sehen die Christdemokraten bei FDP, SPD und Grünen durchaus Pfründe für künftigen Wahlerfolg. Erst auf dem vierten Platz des CDU-Wählerwunschzettels landen die eigenen Stammwähler. Die werden sich dafür bedanken, dass ihre Partei mehr und mehr beliebig wird und auf die Wechselwähler schielt. Schon in der Vergangenheit hatte die CDU-Chefin mit den Konservativen in den eigenen Reihen ob ihres etwas moderneren Kurses Probleme. Ob bei der Papst-Kritik oder bei der Familienpolitik - immer wieder wird das eindeutig konservative Profil angemahnt. Unlängst gar wurde ein Arbeitskreis engagierter Katholiken in der Union gegründet. Der hat jetzt auf starke Stimmenverluste in der katholischen Wählerschaft hingewiesen - seit 2002 verlor die Union gerade dort 3,8 Millionen. Die Katholiken fordern von Angela Merkel mit Nachdruck die Konzentration auf den eigentlichen Kernbereich der Union. Nicht ohne freilich als erste Amtshandlung an Kanzlerin und CDU-Chefin eine Loyalitätserklärung verfasst zu haben. Ein Beleg, dass die CDU doch hin und wieder auch einen Blick zur LINKEN wagt.

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