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Neues Deutschland: zum CDU-Parteitag

    Berlin (ots) - Womöglich haben die CDU-Strategen den Parteitagsort wegen des Stuttgarter Wappens gewählt. Das zeigt ein steigendes, schwarzes Pferd in goldenem Feld. Steigen wollen die Christdemokraten, um endlich tun zu können, wovon die Kanzlerin schon vor vier Jahren träumte: Durchregieren. Schwarz-Gelb, die Farben von Baden-Württembergs Landeshauptstadt, waren Angela Merkel zwar 2005 nicht vergönnt. Aber 2009 könnte es klappen. Die uns dafür prophezeiten schlechten Nachrichten sollen für die Kanzlerin nicht gelten. Vielleicht ist die CDU-Chefin deshalb vorsichtig. Redet von Besonnenheit, offenen Optionen, Brückenbau. Dass sie Steuersenkungen nach ihrer Wiederwahl terminiert, klingt einen Kick nach Erpressung. Aber auch nach Zeitgewinn und Unsicherheit. Das bringt ihr bei den Ihren trotz des gestrigen Wahlergebnisses nicht nur Gegenliebe ein - lässt ihr aber wichtige Spielräume für die Zeit des heißen Wahlkampfes. Denn einerseits kann die Kanzlerin den Koalitionspartner SPD, dessen Finanzminister von weniger Steuern so gar nichts hält, nicht verprellen. Andererseits den Wunschkandidaten FDP, dem nichts anderes als Steuersenkung einfällt, nicht ganz im Regen stehen lassen. Womöglich lagen die CDU-Strategen ja richtig. Womöglich waren sie aber auch zu voreilig. Und die Union kommt nicht raus aus der  Großen Koalition. Besonnenheit, Optionen, Brückenbau - Merkel hat nicht nur von Ökonomie gesprochen.

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