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Neues Deutschland: zum von der CSU proklamierten Kreuzzug gegen die LINKE

    Berlin (ots) - Die CSU gerät in Panik. Zu schrecklich die Vorstellung, man könnte nach Jahrzehnten Alleinherrschaft ausgerechnet jetzt die absolute Mehrheit im Landtag verlieren. Oder irgendwann sonst. Wer sollte die Angst nicht verstehen können, Abenddämmerung wirft nun mal lange Schatten. Dass die CSU in solcher Lage überlieferten Reflexen erliegt, ist verzeihlich. Ein Kreuz drüber, dreimal ausgespuckt, und auch die Idee mit dem Kreuzzug erscheint in einer Partei beinahe folgerichtig, in der das Mittelalter wohl seinen kompletten Hofstaat in die Gegenwart herübergerettet hat. Die Tatsache, dass die CSU damit der SED beinahe zum Verwechseln ähnlich ist, mag erklären, wieso Parteichef Huber ängstlich vor einer kommunistischen Verführung warnt. Wird die LINKE zum Hauptgegner der CSU oder nicht, setzt sich Huber oder Beckstein durch? So banal sieht nun die spannendste Frage des Wahlkampfes aus. Die Ungläubigen von der LINKEN lachen sich derweil ins manifestbewehrte Fäustchen - auf den roten Socken des Gegners sind Wahlen bisher immer gut gelaufen. Ob genügend Wähler, von denen ein guter Teil sich inzwischen im reichen Bayern an den Rand gedrängt fühlen dürfte, auch lieber ein Kreuz schlagen, als mal eines an ungewohnter Stelle zu machen, ist die Frage. Mit dem Einzug der LINKEN in den Landtag wäre es die absolute Mehrheit der CSU wohl hinüber - was allein Grund genug wäre, den Versuch zu machen. Und danach nochmal drei Kreuze.

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