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Neues Deutschland: zum Tarifstreit bei Lufthansa

    Berlin (ots) - Das ver.di-Konzept ist aufgegangen: Mitten in der Urlaubszeit kann es sich die Lufthansa nicht leisten, von streikendem Bodenpersonal ausgebremst zu werden. Nach fünf Tagen Ausstand knickte der Konzern ein. Das Ergebnis, das nach zähem Ringen erzielt wurde, kann sich sehen lassen und setzt die Reihe der höheren Tarifabschlüsse in diesem Jahr fort. Für ver.di war es in diesem Tarifstreit besonders wichtig, ein möglichst hohes Ergebnis zu erzielen. Das Konzept Tarifeinheit gehört beim Unternehmen Lufthansa schon länger der Vergangenheit an. In der Konkurrenz zu den Fachgewerkschaften für die Piloten und für das Kabinenpersonal, die schon in vergangenen Tarifrunden viele Prozentpunkte für ihre Mitglieder herausschlagen konnten, musste sich die Dienstleistungsgewerkschaft als durchsetzungsfähiger Partner an der Seite der Beschäftigten behaupten. Doch die Konkurrenz wird das nicht stoppen. Die Fachgewerkschaft UFO, in der die Stewardessen und Stewards mehrheitlich organisiert sind, hat gestern postwendend klar gemacht, dass sie den ver.di-Abschluss nicht unterzeichnen wird. Bis zur nächsten Streikrunde ist es damit wahrscheinlich nicht mehr lang hin - der Tarifvertrag für das Kabinenpersonal gilt noch bis Ende des Jahres. Die Leidtragenden werden dann - wie auch schon um die letzte Jahreswende bei der Bahn - wieder einmal die Reisenden sein.

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