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Neues Deutschland: Zur Mitgliederkampagne der SPD

    Berlin (ots) - Mit einer gezielten Werbekampagne will die SPD der drohenden Zweitrangigkeit entkommen. Immerhin ist sie nicht nur die älteste deutsche Partei, sondern hatte über Jahrzehnte zudem den Status, über das größte Mitgliederaufgebot zu verfügen. Nun gibt es zwischen Sozial- und  Christdemokraten nicht nur kaum noch inhaltliche politische Unterschiede - auch die Zahlen zahlender Mitstreiter sind beinahe identisch. Generalsekretär Hubertus Heil will deshalb eine Art Parteiaufgebot unter jungen Leuten starten, um wieder die Nummer 1 in der Parteienlanschaft zu werden. Aber womit werben? Mit der ausgeprägten sozialen Verantwortung seiner Partei? Mit ihrer Liebe zum Frieden? Mit dem Kampf um mehr Gerechtigkeit am Beispiel der jüngsten Diätengelüste auch sozialdemokratischer Bundestagsabgeordneter? Schröders Agenda, Münteferings Rente mit 67, Becks Lavieren - das alles hat Zehntausende SPD-Mitglieder bewogen, teilweise jahrzehntelange Treue zur Partei ihrer Väter und Großväter zu brechen. Die Hoffnungen auf Einsicht und Umkehr sind mit der Großen Koalition weiter gesunken. Vermutlich hilft da auch Heils letztes Aufgebot kaum wirklich. Die SPD hat sehr viel mehr verloren als Mitglieder und Wähler. Ihr ist das Profil abhanden gekommen. Aber ohne das wird's mit der Nummer 1 eher schwierig.

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