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Neues Deutschland: Althaus und sein designierter Kultusminister

    Berlin (ots) - Egal, ob der Thüringer Ministerpräsident von allen guten Geistern verlassen war, als er einen nachweislich am äußerst rechten Rand operierenden Parteifreund ins Kultusministerium berief, wie SPD-Fraktionschef Matschie vermutet, oder einen Test starten wollte, wie die Rechten frohlocken - oder aber eher von den typischen Anzeichen einer heraufziehenden Götterdämmerung heimgesucht wird, wie Thüringer Insider seit Langem mutmaßen. Fest steht, Dieter Althaus hat den Rubikon überschritten. Schon bevor er sein neues Kabinett für die nächsten anderthalb Jahre vorstellte, galt er als Ministerpräsident auf Abruf. Nun dürfte er selbst der eigenen Partei nur noch peinlich sein. Wie soll die für einen Mann in den Wahlkampf ziehen, der aus Angst vor drohender Niederlage jedes Maß verloren hat und die Seinen mit Personalentscheidung wie anvisiertem Vereidigungstermin am Tag der Befreiung in die Klemme bringt?

    Nicht nur, dass die Kanzlerin und CDU-Chefin ob der Jubelschreie von NPD und Junger Union wenig amüsiert sein dürfte. Sie weiß natürlich auch, dass die politische Konkurrenz den Fehltritt des Ministerpräsidenten bis zum Herbst 2009 im Gedächtnis behalten wird. Und zwar unabhängig davon, ob Krause ins Kultusministerium einzieht oder kurzfristig doch noch zurückgezogen wird. Längst geht es in Thüringen nicht mehr um einen künftigen Minister - es geht um einen abgehalfterten Regierungschef. Die Frage ist nur, wann Althaus das durchholt ...

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