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Neues Deutschland: Wahlen in Simbabwe

Berlin (ots) - Das Beispiel Kenia müsste Warnung genug sein: Ein weitgehend friedlicher Wahlkampf und Wahltag sind keine Garantie für einen Frieden danach. 1500 Menschen fielen dort im Januar und Februar dem »Nachwahlkampf« um die Präsidentschaft zum Opfer. Wenige Tage vor der Wahl in Simbabwe warnte der autokratische Langzeitherrscher Robert Mugabe die Opposition vor gewalttätigen Protesten wie in Kenia. Schon Wochen zuvor hatte Simbabwes Polizeichef klar gemacht, dass er nur einen Wahlsieger akzeptieren würde: Robert Mugabe. Es steht zu vermuten, dass Mugabe selbst das genauso sieht. Dass sich die Oppositionspartei Bewegung für einen Demokratischen Wandel (MDC) um Morgan Tsvangirai nun vorschnell zum Wahlsieger ausgerufen hat, macht die Sache erst recht explosiv. Denn gesichertes Wissen über den Sieger der Präsidentschaftswahlen kann es noch gar nicht geben, zumal mit Simba Makoni ein dritter Kandidat im Rennen ist, der Mugabe und Tsvangirai das Überspringen der 50-Prozent-Hürde im ersten Durchgang erschwert. Makoni ist der einzige, der bisher kein Öl ins Feuer gießt. Es ist nicht auszuschließen, dass das Verhalten der Sicherheitskräfte letztlich den Ausschlag dafür gibt, wer künftig in Simbabwe regiert. Ein Bürgerkrieg wäre freilich das Letzte, was das durch Mugabes Misswirtschaft ausgezehrte Land gebrauchen kann. Pressekontakt: Neues Deutschland Redaktion Telefon: 030/29 78 17 14 Original-Content von: neues deutschland, übermittelt durch news aktuell

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