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Neues Deutschland: zur Debatte um die Zwangsverrentung

Berlin (ots)

Entweder das Arbeitslosengeld (ALG) I für Ältere
verlängern oder die 58er Regelung beibehalten, hatte sich wohl die 
Bundesregierung gesagt und sich für Ersteres entschieden: Das macht 
mehr her. Sieht nach Gerechtigkeit aus.
 Doch davon kann keine Rede sein. Lediglcih 16 Prozent aller 60- bis 
64-Jährigen haben derzeit einen sozialversicherungspflichtigen Job. 
Ein Großteil der anderen geht mit hoher Wahrscheinlichkeit aus 
Arbeitslosigkeit oder Minijob in Rente. Und, wie es derzeit aussieht,
schnurstracks in die Altersarmut. Denn ab 2008 läuft die 58er 
Regelung aus - damit greift die Nachrangigkeitsklausel, wonach jedes 
Mittel genutzt werden muss, um die Hilfebedürftigkeit zu beenden. 
Auch eine vorzeitige Rente. Wer jedoch diesen Weg wählt, muss 
Abschläge von 0,3 Prozent pro Monat in Kauf nehmen. Auch wenn dadurch
zusätzlich Sozialhilfe notwendig wird, weil das Einkommen unter das 
Sozialhilfeniveau rutscht. Von Altersarmut bedroht wären vor allem 
Frauen aus dem Westen, so das Institut für Arbeitsmarkt- und 
Berufsforschung. Deren Rente ist wegen ihrer Er-werbsbiografie 
sowieso oft niedrig.
 Eine Sonderregelung ähnlich der 58er Klausel wäre nur eine nette 
Geste. Mindestens genau so wichtig ist es, den Freibetrag für 
Schonvermögen heraufzusetzen. Besser als jede Klausel indessen ist - 
ein Job. Am besten jedoch ein Grundeinkommen ohne Zwang zu Job oder 
Rente.

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Neues Deutschland
Redaktion / CvD

Telefon: 030/29 78 17 21

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