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NRZ: Die Kurden werden verraten - ein Kommentar von JAN JESSEN

Essen (ots) - Die Türkei beendet den Friedensprozess mit der PKK, greift die kurdischen Selbstverteidigungskräfte an, die sich in Nordsyrien und im Nordirak am effektivsten gegen die IS-Terroristen zur Wehr gesetzt und dabei zahlreiche Menschenleben gerettet haben und kündigt an, gegen Parteimitglieder der prokurdischen HDP vorzugehen. Kurzum: Ankara erklärt den Kurden in der Türkei und in Syrien den Krieg. Der türkische Präsident, dessen Syrien-Politik und Regionalmachtsambitionen so krachend gescheitert sind, führt sein Land damit auf einen gefährlichen Weg und schwächt einen starken Gegner der IS-Terroristen. Die Nato-Partner halten sich mit öffentlicher Kritik zurück, erklären stattdessen ihre Solidarität mit der Türkei und mahnen sie lediglich zur Zurückhaltung. Für die Kurden, die sich in Kooperation mit der US-geführten Allianz im Kampf gegen den IS aufgerieben haben, muss sich das wie ein Verrat anfühlen. Sie geraten einmal mehr in die Mühlen geopolitischer Spiele, bei denen es keine Freunde gibt. Wie so oft in ihrer Geschichte.

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