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NRZ: Der Chef und die Babypause - ein Kommentar von PETER TOUSSAINT

Essen (ots) - Das Silicon Valley in Amerika ist die Ideenschmiede, von der aus die neuen Trends die Welt erobern. Jetzt wollen Apple und Facebook das Dilemma "Kinder oder Karriere?" auflösen: Frauen wird das Einfrieren von Eizellen bezahlt. Erst wird gearbeitet, der Kinderwunsch kann warten. Schöne neue Welt...Der wissenschaftliche Fortschritt stellt uns immer wieder vor die Frage , ob das, was möglich ist, auch moralisch richtig ist. Wir können feststellen, ob ein Baby behindert zur Welt kommen wird, um es dann rechtzeitig abzutreiben. Fluch oder Segen? Wir können Eizellen entnehmen, befruchten und wieder einsetzen. So können Ärzte Paaren helfen, deren Kinderwunsch sonst unerfüllt bliebe. Viele Familien verdanken ihr Glück dem wissenschaftlichen Fortschritt. Wer mag über sie den Stab brechen. Aber es kann nicht richtig sein, dass dieser Fortschritt dem Chef die Chance gibt, auf den Zeitpunkt der Schwangerschaft seiner Mitarbeiterin Einfluss zu nehmen. In Deutschland darf in einem Bewerbungsgespräch nach dem Kinderwunsch nicht mal gefragt werden. Gut so. Es gibt bessere Möglichkeiten als die "Freezing"-Prämie, ein Unternehmen für Frauen attraktiv zu machen. Flexible Arbeitszeiten oder eine Firmen-Kita beispielsweise.

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