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NRZ: Geld kauft Unschuld - ein Kommentar von JAN JESSEN

Essen (ots) - Formel-1-Boss Bernie Ecclestone war wegen Bestechung und Anstiftung zur Untreue in einem besonders schweren Fall angeklagt. Bis zu zehn Jahre Haft kann es dafür geben. Ecclestone fährt aber nicht ein. Er bleibt ein freier Mann mit einer weißen Weste. Dafür hat er 100 Millionen Dollar locker gemacht. Geld kauft Unschuld. Das klingt schwer nach Bananenrepublik. Es mag ja sein, dass die Beweise gegen den Formel-1-Chef sich nicht als so hart erwiesen haben, dass es für eine Verurteilung gereicht hätte, wie es nun das Münchener Landgericht behauptet. Nur - wozu hat Ecclestone dann überhaupt gezahlt? Als jemand, der sein Geld zum Fenster rauswirft, ist er nicht bekannt. Es bleibt der Eindruck: Wer reich ist, ist vor dem Gesetz gleicher als andere. Bitter.

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