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NRZ: Kommentar zu: CSU

Essen (ots) - Die CSU, dieses Kraftpaket, ist nicht wiederzuerkennen. Zu zaghaft, zu kleinlaut. Die Partei ist verunsichert, ihr legendäres Wir-Gefühl nicht mehr intakt. Es ist keine Winterdepression, die auf ihrer Klausur in Kreuth zu besichtigen ist. Die CSU hat echte Probleme. Sie hat ihre Linie, ihre Kampfkraft, ihre Selbstsicherheit verloren - und in der Berliner Koalition auch die Meinungsführerschaft. Die CSU hat den Schuss lange Zeit nicht gehört. Sie hat den Verlust der absoluten Mehrheit in Bayern wie einen Unfall behandelt. Sie glaubte, es genüge, einige linkische Akteure durch einen Instinktpolitiker zu ersetzen, Beckstein und Huber durch Seehofer. Erst seit sie auch bei der Bundestagswahl unter ihren Möglichkeiten blieb, weiß die CSU, dass die Krise tiefer ist. Sie bräuchte gerade jetzt ein Kraftpaket von einem Parteichef. Aber auch Horst Seehofer wirkt matt, ratlos und angegriffen. Die CSU sollte gewiss Taktgeber und Schwungrad der Koalition sein, wie ihr Generalsekretär Dobrindt erklärt. Aber das ist bestenfalls ein guter Vorsatz. Pressekontakt: Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung Redaktion Telefon: 0201/8042607 Original-Content von: Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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