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Westfalenpost: Die Nähe ist weg - Zu geplanten Filialschließungen bei der AOK Nordwest

Hagen (ots) - Mit ihrem Streichkonzert reagiert die AOK Nordwest letztlich nur auf die Kunden. Persönliche Beratung wird seltener nachgefragt, der Internet-Auftritt ist wichtiger als die Filiale. Das gilt ja nicht nur für Krankenkassen; Banken und Sparkassen haben eine ähnliche Entwicklung bereits hinter sich. Die AOK zieht hier eher nach, ist eine der letzten Kassen, die noch über ein nennenswertes Netz an Filialen verfügt. Selbst wenn sie ihre Pläne jetzt umsetzt. Aus der Not handelt die Kasse übrigens nicht, im Gegenteil. Die AOK Nordwest meldete just gestern einen ordentlichen Millionen-Überschuss und zugleich einen Zuwachs bei den Versicherten. Aber die vielen Kundencenter auch in kleineren Städten und Gemeinden binden Geld und Personal, das anderweitig für die Versicherten eingesetzt werden könnte. Für die vielen Senioren in der AOK ist das Konzept dennoch eine gefühlt schlechte Nachricht. Die Nähe zur Kasse ist weg, für Mobilitätseingeschränkte ist der Weg teils kaum mehr machbar. Dass sie die meisten Dinge, die sie mit ihrer Kasse zu bereden haben, auch per Telefon oder über das Internet erledigen können, ist ein schwacher Trost. Zumal sich die Frage stellt: Grenzt jetzt selbst die einstige Ortskrankenkasse die (als Kunden eher unattraktiven) Alten endgültig aus?

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