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Westfalenpost: Staus in NRW

Hagen (ots) - Drehen wir die Zeit für einen Moment zurück. Fast vier Wochen ist es her. Verkehrsminister Michael Groschek lässt es sich nicht entgehen, die Inbetriebnahme der Lkw-Sperre an der Rheinbrücke in Leverkusen zu begleiten. Sie gibt es, weil die Rheinbrücke in Leverkusen die tonnenschweren Lastzüge nicht mehr aushält. Ein Bild mit Symbolcharakter. Es sagt alles über den Zustand der Straßen und Brücken im Land. Nein, es ist kein Ruhmesakt. Die Landesregierungen in Düsseldorf, die Schuld trifft nicht allein Rot-Grün, haben es über Jahre verschlafen, die Infrastruktur auf ihre Agenda zu setzen. Das rächt sich. In Teilen des Landes bewegt sich der Straßenzustand auf dem Niveau eines Entwicklungslandes. Mit dramatischen Auswirkungen: Der tägliche Stau ist ein Übel. Die Abwanderung von Maschinen- und Anlagebauern, die ihre Produkte nicht mehr ausliefern können, nagt an der wirtschaftlichen Kraft des Landes. Arbeitsplätze gehen verloren. Standorte verwaisen. Und im Radio wird nach einem schöneren Wort für Stau gesucht wird. Rudelparken gilt als Favorit. Lustig? Ein schlechter Witz für Stillstand.

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