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Westfalenpost: Kommentar zum Online-Handel

Hagen (ots) - Ein Mausklick noch - und fertig. Die Vorfreude auf die bestellte Ware wächst. Einkaufen im Internet: So einfach und so bequem. Bücher, Wein, Schuhe - was das Herz begehrt. Auf dem Sofa ist der Kunde mit Laptop König. Auswahl, Infos, Bewertungen gleichgesinnter Online-Käufer. Dabei darf Kaffee oder Bier to home nicht fehlen. Das Beste: Alles wird geliefert. Da fangen die Schwierigkeiten an. Die Paketdienste kommen nicht nach. Die explodierenden Wünsche der Kundschaft führen bei der Auslieferung der Ware vielerorts zu Ärger und Verdruss. Nicht immer findet der Absender den Empfänger. Der Einkauf verschwindet im virtuellen Nirwana oder in der unbekannten Nachbarschaft. Wenn nicht, wird mehr als die Hälfte der Pakete zurückgeschickt. Passt nicht, gefällt nicht. Dass dem Paketzusteller die Luft zum Atmen fehlt, weiß jeder, der ihn zu Hause begrüßt. Ein Knochenjob, aber krisensicher. Warum? Weil sich diese Entwicklung fortsetzt. Mit unübersehbaren Zeichen. Leerstände, verwaiste Innenstädte. Jede Bestellung im Netz mehrt das private Glück und lässt dem Leben vor der Tür die Luft raus. Ein Teufelskreis. In Bochum baut Branchenführer DHL ein Zentrum, das 50 000 Pakete in der Stunde bewältigt. Auf dem Gelände, wo früher Opel Autos gebaut hat. Das spricht Bände.

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