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Westfalenpost: Lorenz Redicker zur Debatte um das Renten-Niveau

Hagen (ots) - Die Rente ist sicher, plakatierte vor 30 Jahren Minister Blüm. Eine Aussage über die Rentenhöhe beinhaltete der Spruch nicht, insofern ist er nicht so falsch wie oft suggeriert. Aber darauf kommt es an: Reicht die Rente für ein auskömmliches Leben? Für die Mehrzahl der Ruheständler lässt sich diese Frage aktuell eindeutig mit Ja beantworten. Für zukünftige Generationen ist das nicht mehr so sicher. Deshalb tobt aktuell ein Streit über das künftige Renten-Niveau: 43 oder 48 Prozent, ein paar Prozentpunkte können entscheiden, ob künftig die Hälfte der Neu-Rentner oder nur eine Minderheit auf zusätzliche Grundsicherung angewiesen sein wird. Es geht dabei um Grundlegendes: die Akzeptanz des Umlagesystems. Werden Armutsrenten zum Normalfall, bedroht das letztlich die gesetzliche Rente in Gänze. Das kann kein ernstzunehmender Politiker wollen. Wer höhere Renten will, verursacht höhere Kosten - für die Beitragszahler. Auch hier geht es um die Akzeptanz, die unter der Last zu hoher Beiträge zerbröseln dürfte. Das sollten auch die bedenken, die eine Rückkehr zu Rente mit 65 fordern: Auch das kostet viel Geld. Rentenpolitik ist eine Gratwanderung, sicher ist heute nur: Einen einfachen Weg gibt es nicht.

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