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Westfalenpost: Organisierte (Un-)Sicherheit Von Rudi Pistilli

Hagen (ots) - Sind wir bereit, für unsere Sicherheit mehr Geld auszugeben - und das eigene Portemonnaie weit zu öffnen? In Zeiten des Terrors scheint sich eine solche Frage zu erübrigen. Vor allem wenn man sich an die Pannenserien an deutschen Flughäfen erinnert. Die Forderung der Gewerkschaft der Polizei, die Vergabe der Kontrolle von Passagieren, Gepäck und Fracht an Privatfirmen rückgängig zu machen, klingt plausibel. Bundespolizisten sind Beamte, verdienen im Vergleich zu Mitarbeitern privater Sicherheitsdienste gut, sollten hochmotiviert sein. Führen die Privaten dadurch ihren Job halbherziger aus? Wohl nicht. Aber jemandem, der einer solchen Verantwortung unterliegt, der der Bestechung trotzen soll, steht eine bessere Bezahlung zu. Der Sicherheit wegen. Die Frage, ob zentrale Aufgaben des Staates überhaupt an Dritte vergeben werden dürfen, haben Juristen in den 80er Jahren beantwortet. Wichtig ist nun, die Sicherheitskonzepte regelmäßig zu überprüfen und die Sicherheitsstandards für alle zu erhöhen. Eine Zuverlässigkeitsüberprüfung, die bei Mitarbeitern privater Unternehmen nur alle fünf Jahre stattfindet, gehört definitiv nicht dazu. Unter dem Strich heißt das: Ein durch Wettbewerb vorgegebener Sparkurs darf nicht länger toleriert werden.

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