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Westfalenpost: Niemand stoppt Putin

Hagen (ots) - Wer stoppt Wladimir Putin? Niemand. Der russische Machthaber setzt in Syrien alles auf die militärische Karte; wie sehr er sich von Wirtschaftssanktionen und Drohungen beeindrucken lässt, zeigen die Annexion der Krim und die Eskalation der Lage in der Ostukraine: Hat Putin eigentlich nur einen Quadratzentimeter eroberten Territoriums zurückgegeben? Er wird Assad so lange mit Bombern unterstützen, bis die Opposition (mund)tot ist. Putins Stärke gründet auch auf der Schwäche der USA und der fehlenden Einigkeit innerhalb der Europäischen Union. US-Präsident Obama hat keine Ambitionen, den Rest seiner Amtszeit mit einer militärischen Konfrontation zu belasten. Zudem ist sein Land längst nicht mehr der "Weltpolizist" vergangener Jahre. Auch destabilisiert die Flüchtlingskrise Europa - das passt ins politische Kalkül des russischen Präsidenten. Wahrscheinlich hält er unsere Menschlichkeit für Schwäche. Eigentlich müssten die Vereinten Nationen handeln. Doch sie sind hilflos. Der Generalsekretär ist ein lieber Mann, der viel lächelt, aber offenbar nur wenig ausrichten kann. Die Großmächte haben die UN kaputt gemacht. Das ist traurig, aber Realität. Niemand stoppt Putin.

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