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Westfalenpost: DFB-Affäre

Hagen (ots) -

Bisher ging es nur um Behauptungen, um Recherchen des Magazins "Spiegel"; es fehlten die Beweise. Aber jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft. Auch das ist noch kein Grund für eine Vorverurteilung. Doch der Sumpf, in dem der Deutsche Fußball-Bund steckt, stinkt jetzt noch ein bisschen mehr zum Himmel. Zum Vorwurf der Bestechung gesellt sich nun die mutmaßliche Steuerhinterziehung - und die wird in besonders schweren Fällen mit einem längeren Gefängnisaufenthalt bestraft.

Für die Herren Niersbach, Zwanziger und Schmidt wird es langsam ungemütlich. Bisher konnten sie den Nebel um die ominöse 6,7-Millionen-Euro-Zahlung im Zusammenhang mit der Vergabe der Fußball-WM nicht lichten, nun wird eine Behörde diese Aufgabe sehr gewissenhaft übernehmen.

Es ist jetzt keine Frage mehr, ob Wolfgang Niersbach als Präsident des weltweit größten Fußballverbandes zurücktritt, es geht nur noch um das Wann. Der ehemalige Sportjournalist hat sich schließlich verpflichtet, dem DFB zu nützen - und nicht, ihn zu ruinieren. Niersbachs Krisenbewältigung ist unprofessionell und unglaubwürdig. Er und die anderen Korruptions-Funktionäre schaden nicht nur dem Fußball, sie schaden dem Standort Deutschland.

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