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Westfalenpost: Harald Ries zum verringerten Bordgepäck

Hagen (ots) - So so, alles nur zum Besten der Passagiere, verkündet treuherzig der Weltluftverband. Weniger soll also mehr sein. Interessant. Zugegeben: Dass jede Fluglinie ihre eigenen Regeln für die Größe des Bordgepäcks hat, ist schon irritierend. Einheitlichkeit wäre tatsächlich ein Fortschritt. Und Größe kann auch nerven: Wenn die Hälfte der Passagiere ihre Riesen-Trolleys ins Gepäckfach gewuchtet hat, bleibt für die bescheiden mit dem kleinen Rucksack Reisenden dort oft kein Platz mehr. >Nun ist aber diese Tendenz, alles ins Handgepäck zu quetschen, meist reine Notwehr: Sogenannte Billigflieger verlangen Extra-Geld für jedes aufgegebene Gepäckstück. Und wer seinen großen Koffer loswerden will, muss sich meist noch, auch wenn er schon online eingecheckt hat, in eine lange Schlange einreihen. Dann folgt der nächste Stau vor der Sicherheitskontrolle. Sollte fliegen nicht eigentlich Zeit sparen. Aufs Klima wirkt der immer weiter wachsende Flugverkehr verheerend. Dass die Umweltkosten nicht in die Preise eingehen, ist ein Ärgernis. Insofern müsste man eigentlich begrüßen, dass Fliegen derzeit auf anderen Wegen unattraktiver gemacht wird. Zumindest in der Economy-Klasse. Will man so mehr Business-Tickets verkaufen? Oder hat die Koffer-Industrie einen Coup gelandet? Viel Stoff für Verschwörungstheoretiker.

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