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Westfalenpost: Wilfried Goebels zur Forderung nach Cannabis-Freigabe

Hagen (ots) - Der den Konsum von Cannabis enttabuisiert, sendet ein falsches Signal. Verbote signalisieren dem neugierigen Erstkonsumenten, dass er illegal handelt. Eine Freigabe, auch eine kontrollierte, wirkt hingegen wie ein Unbedenklichkeitssiegel. Längst zählen Marihuana und Haschisch zu den beliebtesten "weichen" Drogen - bisher fehlt aber jeder Beweis, dass Cannabis ungefährlich ist. Schlimmer: Langzeitstudien haben ergeben, dass regelmäßiges "Kiffen" häufig zu Angststörungen und Depressionen führt. >Mit der Bagatellgrenze von 10 Gramm Eigenbesitz hat die NRW-Landesregierung schon vor vier Jahren die Tür weit geöffnet. Zwar muss die Polizei auch bei einem Gramm aktiv werden, der Staatsanwalt nimmt aber wegen Geringfügigkeit meist keine Ermittlung auf. Damit ist das urgrüne Ziel der Freigabe faktisch fast erreicht. Die Verharmlosung von Cannabis bleibt ein Problem. Mit Feldzügen gegen das Rauchen und Rauchverboten in Kneipen ist der Anteil der Paffer gerade unter jungen Leuten kräftig gesunken. Wie passt das mit Plänen zur kontrollierten Cannabis-Freigabe zusammen? Eine drogenfreie Gesellschaft ist eine Illusion - dafür sorgt schon der hohe Alkoholkonsum. Die zusätzliche Einladung zum Kiffen aber bleibt ein Irrweg.

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