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Westfalenpost: Eon-Klage - Endlich abschalten Von Carsten Menzel

Hagen (ots) - Die deutschen Energiekonzerne sind derzeit arg gebeutelt: Kaum einer der großen Stromerzeuger hat das Potenzial wie auch die Risiken der Energiewende und die Folgen für ihr Geschäftsmodell richtig eingeschätzt. Einen Teil der Schuld daran trägt die Politik, die keinen verlässlichen Rahmen geschaffen hat: erst der Atomausstieg, dann die Laufzeitverlängerung, um dann, nach der Strahlenhölle von Fukushima, wieder zum Ausstieg zurückzukehren. Das alles führt zu enormen Kostenbelastungen der falsch aufgestellten Unternehmen. Eon sucht jetzt die juristische Auseinandersetzung, um zumindest die Kosten für ein alternatives Zwischenlager für hoch radioaktiven Atommüll loszuwerden und beschäftigt das Bundesverfassungsgericht: Der Essener Konzern lässt den Passus des Atomgesetzes prüfen, der Gorleben als Zwischenlager ausschließt.

Die Auseinandersetzung um die Kosten eines Endlagers für hoch giftigen, strahlenden Müll darf den Blick auf das Wesentliche nicht verschleiern: Atommeiler lassen sich nirgendwo auf der Welt sicher betreiben; die Unfälle und Katastrophen von Harrisburg in den USA, Tschernobyl in der ehemaligen Sowjetunion und Fukushima in Japan sind ein Beleg dafür. Und die Suche nach einem dringend benötigten Endlager zeigt überdeutlich das ungelöste Problem des anfallenden Atommülls, dessen Berg wächst und wächst. Strom aus Kernkraftwerken ist eine Zukunftstechnologie von vorgestern und längst überholt. Je eher die Meiler abgeschaltet werden, desto besser.

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