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Westfalenpost: Ebola

Hagen (ots) - <p>Früher wäre besser gewesen. Aber wichtiger ist, dass jetzt etwas geschieht. Deutschland wird einzelne Ebola-Fälle bewältigen; mit einer Epidemie ist hierzulande nicht zu rechnen. Aber dort, wo sie wütet, ist Hilfe aus Europa existenziell. Deshalb tun Bundesregierung und Rotes Kreuz gut daran, die Kräfte nun zügig vor Ort einzusetzen, statt finanzielle Mittel für Alibi-Aktionen wie Temperatur-Screening an Flughäfen zu verpulvern.</p><p/><p>Doch mit Geld allein ist es nicht getan. Die Freiwilligen, die sich bislang gemeldet haben, verdienen äußerste Hochachtung. Ärzte, Krankenschwestern, Pfleger und Techniker riskieren ihr Leben - das zeigt gerade wieder die Infektion eines Krankenpflegers in Texas. Um so wichtiger ist es, dass die Helfer jegliche Unterstützung bekommen. Berichte über mangelnde Transportkapazitäten der Bundeswehr werden zwar langsam zur Gewohnheit, sind aber trotzdem ein Skandal.</p><p/><p>Es geht um tausende, womöglich zehntausende Menschenleben in Westafrika, es geht um die Funktionsfähigkeit ganzer Staaten. Das sollte Grund genug zur Hilfe sein. Wer dennoch weitere braucht: Eine Ausbreitung der Seuche dürfte auch uns wirtschaftlich Probleme bescheren. Und anders als viele andere derzeitige Krisen lässt sich die Ebola-Epidemie mit der nötigen Entschlossenheit in einigen Monaten in den Griff bekommen. </p>

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