Alle Storys
Folgen
Keine Story von Westfalenpost mehr verpassen.

Westfalenpost

Westfalenpost: Dringend die Spur wechseln
Kommentar von Carsten Menzel zur "Digitalen Agenda"

Hagen (ots)

Brücken bröckeln, Straßen verkommen zu Schlaglochpisten, die Deutsche Bahn lahmt, und auf der Datenautobahn herrscht stellenweise Dauerstau: Bundesinfrastrukturminister Alexander Dobrindt hat reichlich Baustellen, an denen er sich beweisen kann. Nach fast einjähriger Amtszeit allerdings schwindet die Hoffnung. Die Vorstellung der "Digitalen Agenda", mit der die Bundesregierung den Ausbau des schnellen Internets voranbringen will, passt dazu: Es scheint, als habe das Dobrindt-Ministerium die wirklichen Knackpunkte nicht erkannt - oder erkennen wollen. Ein Ausbau des Internets mit einer Übertragungsrate von "durchschnittlich" 50MBit nützt an vielen Stellen nichts; ebenso sind nicht unbedingt die ländlichen Gegenden unterversorgt, sondern die Regionen, in denen aus Sicht der Anbieter sich ein Netzausbau nicht lohnt. Das sind aber vielfach Gewerbegebiete. Und die Wirtschaft ist auf ein leistungsfähiges Internet angewiesen. Da der freie Markt den Ausbau nicht sinnvoll regelt, ist es die Aufgabe des Staates, einzugreifen. Das gilt auch für die Finanzierung eines flächendeckenden Glasfasernetzes. Auch dazu gibt die "Digitale Agenda" keine zufriedenstellende Antwort. Statt Energie in die unsinnige Pkw-Maut für Ausländer zu stecken, sollte Dobrindt dringend die Spur wechseln - und beim Ausbau der Datenautobahnen Gas geben.

Pressekontakt:

Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160

Original-Content von: Westfalenpost, übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: Westfalenpost
Weitere Storys: Westfalenpost
  • 20.08.2014 – 05:00

    WP: BVB-Boss Watzke: Bitte Götze nicht mehr auspfeifen

    Hagen (ots) - Die andauernden Pfeifkonzerte der BVB-Fans gegen Mario Götze ärgern Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund. "Die Begleitumstände seines Wechsels waren speziell, aber mit ein bisschen Abstand sollte man sagen können, dass er aus unserem Stall kommt, dass er viele Jahre für Borussia Dortmund gespielt hat, dass er uns eine riesige Ablösesumme eingebracht hat", ...

  • 18.08.2014 – 19:13

    Westfalenpost: Ukraine

    Hagen (ots) - Manchmal fällt es schwer, den diplomatisch verklausulierten und mit Beamtenfloskeln durchseuchten öffentlichen Äußerungen von Frank-Walter Steinmeier ohne Ungeduld zu lauschen. Markige Worte und griffige Formulierungen sind seine Sache so wenig wie kühne Ideen und rasante Vorstöße. Dafür agiert der deutsche Außenminister bedächtig und beharrlich, verlässlich und berechenbar. Und das ist extrem wichtig.Das Treffen mit den Außenministern aus Russland, ...