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Westfalenpost: Rolf Hansmann zur Diskussion um einen muslimischen Schützenkönig

Hagen (ots) - Im Leben geht bekanntlich mancher Schuss daneben. Der Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften tut sich keinen Gefallen mit einer Betonhaltung in der Frage eines muslimischen Schützenkönigs. Natürlich sind Vereinssatzungen da, um sie einzuhalten. Aber Satzungen sind keine Schriftstücke für die Ewigkeit - sie bedürfen zeitgemäßer Modifizierungen. Schützenvereine sind, nicht nur im Sauerland, wichtige Bestandteile örtlicher Gemeinschaften, und viele Schützenbrüder und -schwestern sind das ganze Jahr über Musterbeispiele für ehrenamtliches und tolerantes Engagement. Natürlich haben sich Schützenvereine der Tradition, den Werten und der Heimat verpflichtet. Doch die Vermittlung von Brauchtum - insbesondere an die jüngere Generation - darf sich nicht den gesellschaftlichen Gegebenheiten, der Lebenswirklichkeit der Menschen verschließen. Schützenvereine müssen Menschen - im wahrsten Sinne des Wortes - Heimat geben. Die große Schützenfamilie hat so viel Integrationskraft, dass es eine Schande wäre, diese Ressourcen brach liegen zu lassen. Schützen wollen als Weltkulturerbe anerkannt werden. Dann müssen sie sich auch so verhalten, wie sie sind: nämlich weltoffen. Die Zukunft liegt im Zusammenhalt, nicht in der Ausgrenzung.

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