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Westfalenpost: Westfalenpost zur Sterbehilfe für Kinder

Hagen (ots) -

Wenn es ein Europa gibt, das als Wertegemeinschaft zählt, kann es uns nicht egal sein, was ein Mitgliedsland der EU bei einer Frage auf Leben und Tod entscheidet. Das belgische Parlament hat die aktive Sterbehilfe für Kinder und Jugendliche freigegeben. Unter Auflagen zwar, aber auch diese sind zweifelhaft.

Damit ist ein Rubikon überschritten, denn die Fragen über den Beginn und das Ende des Lebens sind keine Fragen, die Verhandlungsmasse eines politischen Kompromisses sein können. Es sind Fragen prinzipieller Natur, und die Antwort kann aus dem christlichen Menschenbild nur lauten: Im Zweifel für das Leben, und sei es ein leidendes Leben.

Nun wird, wer Vater oder Mutter eines sterbenskranken Kindes ist, alles daran setzen, seinem Kind Leid zu ersparen. Das moralische Dilemma daraus kann aber nicht aktive Sterbehilfe lauten. Es muss lauten: Maximale ärztliche Anstrengung, um dem Kind Schmerzen zu ersparen, auch wenn dies möglicherweise lebensverkürzend wirkt. Alles andere führt uns auf eine schiefe Bahn, bei der die Demarkationslinie zwischen Leben und Tod immer mehr in menschliche Hände verschoben wird. Und dort gehört sie nicht hin.

Der Mensch, kein Arzt und kein Elternteil, ist Herr über Leben oder Tod. Damit soll keineswegs den Angehörigen eine moralische Schuld zugewiesen werden, die schwierigste Entscheidungen über das Abschalten von lebenserhaltenden Maßnahmen für engste Verwandte zu treffen haben. Aber ein aktives Eingreifen zur Tötung eines Menschen ist ein qualitativ anderer Schritt, den kein Arzt, kein Vater

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