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Westfalenpost: Warsteiner Sorgen
Kommentar von Stefan Hans Kläsener zum aktuellen Sachstand Legionellen

Hagen (ots) - Fangen wir mit der guten Nachricht an: Die Konsequenz, mit der NRW-Umweltminister Johannes Remmel sich um die Aufarbeitung der Legionellen-Katastrophe von Warstein kümmert, ist aller Ehren wert. Nachdem die Landesregierung im vergangenen Sommer die Warsteiner und den Landkreis mit dem lebensgefährlichen Problem wochenlang alleine ließ, hat Remmel durchgegriffen und die Aufklärung an sich gezogen. Das erwartete man eigentlich auch von der Gesundheitsministerin, die aber das Thema offenkundig nicht richtig ernst nahm. Erst als durch Recherchen unserer Zeitung die Kläranlage als Brutstätte der Keime in den Fokus rückte, reagierte Düsseldorf. Genauer: Remmel. Dann käme noch die schlechte Nachricht: Geklärt ist - in des Wortes doppelter Bedeutung - noch gar nichts. Es wird mit Millionenaufwand derzeit allenfalls das Symptom bekämpft, so dass eine Wiederholung der Krise auch bei hohen Außentemperaturen mutmaßlich ausgeschlossen werden kann. Vielleicht ist das, was in Warstein geschehen ist und viel menschliches Leid ausgelöst hat, sogar von so grundsätzlicher Bedeutung, dass sich auch der Bundesgesundheitsminister darum kümmern sollte. Die Warsteiner haben lange genug erleben müssen, dass sich für ihre existenziellen Sorgen nur wenige interessieren.

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