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Westfalenpost: Zeit für die Wahrheit Von Monika Willer

Hagen (ots) - Fahrlässig, unverantwortlich: Das sind nur die höflichen Stichworte, mit denen man das Verhalten von Verwaltungsspitze und Politik gegenüber dem Theater Hagen und seinen Beschäftigten beschreiben muss. Hier wird ein Haus, das unter schwierigen Bedingungen hervorragend funktioniert, seit Jahren mit Vorsatz beschädigt. Der positive Imagegewinn, den die Hagener Bühne für die Stadt erspielt, ist mit Geld gar nicht zu beziffern. Und das wissen die Stadtväter auch. Allerdings wollen sie keine Verantwortung für die Demontage des Musiktheaters übernehmen. Mit immer neuen Sparforderungen soll das Versorgungstheater für Südwestfalen stattdessen in eine Situation getrieben werden, in der es von selbst den Vorhang unten lassen muss.

Wer braucht das Theater Hagen denn überhaupt? Die Bürger, die es mit ihren Steuern finanzieren und es mit ihrer Treue zu einer der best besuchten Bühnen in NRW machen? Oder die Stadt, die sich als Oberzentrum für die Region profilieren will? Die Bürger können anderswo in die Oper gehen. Nur: Dann sind sie eben nicht mehr in Hagen. Und genau davor hat man Angst im Rathaus. Denn die stadtplanerischen und wirtschaftspolitischen Folgen einer Theaterschließung sind bestens beschrieben. Daher stehen Politik und Verwaltung in der Pflicht, endlich, endlich zuzugeben, ob sie das Musiktheater in Hagen halten wollen.

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