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Westfalenpost: Kurze Schonzeit Von Rudi Pistilli

Hagen (ots) - Was bei der Förderung erneuerbarer Energien alles beachtet werden muss, kann von Laien kaum durchdrungen werden. Und wenn, wie im Fall der Wasserkraftnutzungs-Studie in Südwestfalen, noch die Naturschutz-Komponente hinzukommt, scheint der Konflikt unvermeidbar. Trotzdem bleibt festzuhalten: Das Umweltministerium hat mit dem Abriss der Wehre und Staustufen in den Flüssen des Regierungsbezirkes Arnsberg dafür gesorgt, dass dort ein Drittel weniger Strom gewonnen werden kann.

Keine Frage, Umweltminister Johannes Remmel hat es mit den Fischen gut gemeint. Auch, dass er sich in einem Dilemma befindet, stellt niemand infrage. Remmel muss sich allerdings die Frage gefallen lassen, ob er alles von Anfang an professionell durchdacht hat. Die Ergebnisse der Studie zu den Wasserkraftpotenzialen in Südwestfalen sprechen eher dagegen.

Die Forderung des Regionalrates Arnsberg ist berechtigt: Ein Masterplan muss her, einer, der Ökologie und Ökonomie zusammenbringt. Darüber muss sich die Landesregierung nun Gedanken machen. Die Aussage des Umweltministeriums, weder Kenntnis von der Resolution noch von der Studie gehabt zu haben, lässt einen ratlos zurück. Mit Blick auf die vergangenen Festtage bleibt Düsseldorf eine Schonzeit.

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