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Westfalenpost: Die Linke: Eine Partei am Ende Von Martin Korte

Hagen (ots) - Abbruch statt Aufbruch, Konfrontation statt Harmonie, Spaltung statt Einigkeit - die Linkspartei steht vor dem Aus. Das Chaos-Treffen in Göttingen hat den Untergang beschleunigt, weil es die Gräben zwischen den bündniswilligen Reformern und den oppositionellen Fundamentalsozialisten nicht zuschüttete, sondern sogar vertiefte. Gregor Gysi spricht sogar von Hass zwischen verfeindeten Flügeln: Das ist der Tiefpunkt. Dem neuen Führungsduo Katja Kipping und Bernd Riexinger fehlt es an Format, um die Linken aus dem Tief zu ziehen. Kaum Erfahrung, kein Charisma, mangelnde Popularität - den beiden Vorsitzenden eilt schon jetzt der Ruf voraus, als Marionetten missbraucht zu werden. Was Oskar Lafontaine mit der Kettensäge zerlegte, sollen sie nun flicken. Sie werden scheitern. Klar, dass die SPD jubelt. Ihre Chancen, den kommenden Kanzler stellen zu können, steigen mit dem Niedergang der Linken - nicht nur, weil sie als Kümmerer-Partei Wechselwähler hinzugewinnen könnte, sondern auch, weil im Bundestag neue Macht-Konstellationen möglich werden, sollte die Ost-West-Verschmelzung an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Ein Verlust für Deutschland? Nein! In ihrem aktuellen Zustand gibt die Linkspartei ein jämmerliches Bild ab. Inhaltlich haben die Sozialisten nichts zu bieten. Sie wissen nicht, wohin.

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