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Westfalenpost: Ergebnisse zählen

Hagen (ots) - Am runden Tisch darf nicht nur geredet werden Von Susanne Schlenga "Es ist unmöglich, alle Opfer an den Runden Tisch aufzunehmen, weil es einfach so viele gibt." Die Aussage von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) nach der ersten Sitzung des Gremiums, das sich mit dem Thema Missbrauch befassen will, ist symptomatisch: Missbrauch betrifft viele Einzelne, es ist aber ein Problem aller. Nun sollte die Initiative der Bundesregierung nicht schon zum Start kleingeredet werden. Auch wenn für jedes Opfer die Zeit, bis erste Ergebnisse des Runden Tisches vorliegen können, lang erscheinen mag, es wird immerhin ein Anfang gemacht. Und das auf einer breiten Basis. Nur so ist gewährleistet, dass in allen gesellschaftlichen Bereichen die Diskussion über Prävention, Opferhilfen und Entschädigungen vorangetrieben wird. Letztlich müssen sich die Beteiligten daran messen lassen, ob ihre Vorschläge auch umgesetzt werden. Die Führung durch die Familienministerin und ihre Kolleginnen aus dem Justiz- und Bildungsressort sollte ein Garant dafür sein, dass in der Runde nicht nur geredet wird. Die Opfervereinigungen, die mit Recht kritisieren, dass sie zu wenig gehört werden, müssen nun versuchen, mit den einzelnen Teilnehmern am Runden Tisch ins Gespräch zu kommen. Vielleicht ist das sogar der bessere Weg, als in der großen Runde nicht zu Wort zu kommen.

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