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Westfalenpost: Die Welt im Gipfelfieber

    Hagen (ots) - Politik verkommt zur Show Von Jörg Fleischer Alles fing ganz unspektakulär an. Ende der 70er Jahre war es der damalige Bundeskanzler Helmut Schmidt, der einen kleinen Kreis von Staatsmännern ins Leben rief, der in Ruhe die Weltlage beriet. Auf dem kleinen internationalen Dienstweg wurden große Probleme gelöst. Das war ein guter Weg, von dem die Großen dieser Erde mittlerweile leider abgekommen sind. Politik ist sich selbst nicht mehr genug. Sie verkommt zur Show. Die Treffen der Staatenlenker sind über die Jahre groß und größer geworden - mega gewissermaßen. Sie heißen jetzt Gipfel. Hier ein Gipfel, da ein Gipfel. Heute London, morgen Baden-Baden, Kehl und Straßburg. Die Welt im Gipfelfieber - es gibt große Eitelkeiten zu befriedigen. Etwa die von Sarkozy, der es gar nicht erwarten kann, sich an die Seite Obamas zu drängen. Diese Schaulaufen der Mächtigen ziehen Aufmerksamkeit und Aggression auf sich. Polizeieinsätze kosten einmal mehr Millionen. Stehen politischer Ertrag und medialer Aufwand wirklich noch in einem gesunden Verhältnis? Nein, es ginge auch ein paar Nummern kleiner.

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