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Westfalenpost: Im toten Winkel Gazastreifen: Konflikt droht zu eskalieren

    Hagen (ots) - Von Jörg Bartmann

    Weihnachten im Gazastreifen 2008: Traurig wie immer. Es ist praktisch ein Gefängnis unter freiem Himmel, ohne Erwartungen auf ein ganz normales Leben. Die Zukunftsaussichten sind verschüttet, der tägliche Kampf um Notwendiges überschattet die Sinnfrage. Diese Palästinenser folgen den haltlosen Versprechungen der radikal-islamistischen Hamas. Es ist der letzte Versuch einer Generation, die ohnmächtig mitansehen muss, dass sie unbeachtet im toten Winkel des Konflinks mit den Israelis liegen. Ohne Hilfe der an den Rand gedrängten palästinensischen Autonomiebehörde unter Präsident Abbas, fernab der ewigen Diskussionen über Vertragsabschlüsse der Amerikaner, Europäer und wer sonst noch mitdiskutiert. Aus diesem Krisengebiet jagen die radikalen Hamas-Sympathisanten Raketen ins israelische Grenzgebiet. Tag für Tag, Stunde um Stunde. Sie provozieren Israel, nehmen ein Kriegsverbrechen in Kauf, um den verhassten Staat zu zerstören. Israels Ministerpräsident Olmert muss reagieren: Er kann den Raketenbeschuss nicht hinnehmen. Sollte nach dem Ultimatum eine militärische Aktion im Gazastreifen folgen, ist klar, was folgt: Ein Blutbad. Und der ganze Irrsinn in dieser leidgeprüften Region beginnt von vorn. Der Druck der Diplomatie muss jetzt erfolgen, bis hin zu deutlicher Präsenz von UN Blauhelm-Soldaten. Es ist höchste Zeit.

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