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Westfalenpost: Die alte Hoffnung

    Hagen (ots) - In der SPD warten viele auf Müntefering Von Bodo Zapp Führende Sozialdemokraten haben bisher nichts zu Überlegungen gesagt, dass Franz Müntefering die SPD aus ihrem Stimmungs- und Umfragetief herausholen könnte. So kurz nach dem Tode seiner Frau seien Äußerungen zu dem Thema unangemessen, begründeten sie ihre Zurückhaltung. Das ist honorig, Anstandsregeln sollten vor der Politik nicht Halt machen. Aufhalten lassen sich Erwartungen und mehr oder weniger heimliche Wünsche, die sich um die Rückkehr des Sauerländers in den Bundestag ranken, allerdings nicht. Angesichts des tiefsitzenden Unbehagens ist die Sehnsucht nach einem bisschen mehr Frieden in der Partei verständlich. Ein Chef, der nicht recht zu wissen scheint, wohin die Reise gehen soll, ein unerklärter Kanzlerkandidat-Anwärter, der im Außenministerium auf Tauchstation geht, eine Hessen-Ypsilanti auf Linkskurs, der das Parteischiff ins Schlingern bringt - her mit dem alten Fahrensmann! Doch ist vor übertriebenen Hoffnungen zu warnen.   Könnte der Agenda-Mitarchitekt den starken Nahles-Clan zur Ordnung rufen? Und zu welcher? Die Lage ist verfahren. Als Lotse im Hintergrund würde der Alters-68er vielleicht für ruhigeres Fahrwasser sorgen. Als Spitzenmann für die Zukunft ist der Sympathieträger die falsche Besetzung.

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