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Westfalenpost: Was zu sagen ist

    Hagen (ots) - Die Reise der Kanzlerin nach Sotschi Von Winfried Dolderer Mehr kann man als deutsche Kanzlerin derzeit wohl nicht tun. Angela Merkel hat in Sotschi gesagt, was zu sagen ist. Sie hat den russischen Angriff auf Georgien gebrandmarkt, den Anspruch des überfallenen Landes auf Unversehrtheit seines Staatsgebietes bekräftigt, und sie bleibt dabei, Georgien eine Nato-Mitgliedschaft in Aussicht zu stellen. Dass das ihre Gastgeber beeindruckt, wird sie nicht erwarten. Indes zeigt die Geschichte des Kalten Krieges, dass auch das Beharren auf Rechtspositionen von Wert sein kann. Man wird sich der Lehren aus dieser Geschichte noch öfters entsinnen im Umgang mit einem Russland, das sich aufgemacht hat, die geopolitischen Ergebnisse des Kalten Krieges zu revidieren. Das stellt Deutsche und Europäer vor die Herausforderung einer Revision ihrer Russland-Politik. Auch wenn in Westeuropa bisher die Neigung begrenzt ist, den Mahnungen der Osteuropäer Gehör zu schenken. Auch hier ist das Vermittlertalent der Kanzlerin gefragt.

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