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Westfalenpost: Schuld-Debatte Todeslauf auf die Zugspitze

    Hagen (ots) - Von Thorsten Keim

    Der Tod von zwei Sportlern beim Extremberglauf auf die Zugspitze sorgt für eine kontrovers geführte Diskussion über Verantwortung sowie Sinn- und Unsinn derartiger Veranstaltungen. Keine Frage, das Drama in den Alpen ist tragisch. Aber die Teilnehmer wussten, worauf sie sich einlassen. 16,1 Kilometer mit fast 2200 Metern Höhenunterschied, das Ziel in 2962 Metern Höhe. Seit Tagen regnete es und die Temperaturen waren entsprechend niedrig. Bereits in der vergangenen Woche hatte es geschneit. Doch wer sich in T-Shirt und Laufschuhen, ohne jegliche Zusatzkleidung auf das Dach Deutschlands wagt, handelt verantwortungslos. Zudem gehört zur reinen Physis auch etwas Bergerfahrung zum Berglaufen. Dann hätte jeder zumindest eine Notjacke bzw. Hose dabei gehabt. Die passt sogar in eine Gürteltasche. Aber so ist es eben bei Extrem-Veranstaltungen: Der Ehrgeiz, ins Ziel zu kommen, ist oft größer als die Vernunft. Und da mittlerweile immer mehr Untrainierte sportliche Höchstleistungen erbringen wollen, muss man sich über Tote bei Marathon, Triathlon und anderen Extrem-Veranstaltungen nicht mehr wirklich wundern. Dennoch dürfen die Organisatoren deshalb nicht aus der Verantwortung entlassen werden. Erst gegen Mittag entschied der Veranstalter, den Lauf abzubrechen. Doch zu diesem Zeitpunkt waren bereits hunderte Teilnehmer auf der Strecke.

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