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Westfalenpost: Automobiler Stolz Tata kauft Jaguar und Land Rover

    Hagen (ots) - Von Stefan Pohl

    Spöttisch könnte man sagen: Nun ist das britische Empire wirklich am Ende. Die wirtschaftlichen Emporkömmlinge aus den ehemaligen Kolonien übernehmen mit Jaguar und Land Rover den automobilen Stolz des siechen Mutterlandes, oder, besser gesagt: dessen Reste. Was für eine Schmach: Inder kaufen die Ikonen des Westens, nicht umgekehrt. Aber in solchen Kategorien denkt heute niemand mehr. Was zählt, ist nüchternes betriebswirtschaftliches Kalkül. Da ist zum einen der Schnäppchenpreis für einen Namen mit Strahlkraft wie Jaguar - die Hälfte dessen, was der Sanierungsfall Ford einst zahlte. Damit lässt sich die in Westeuropa bislang wenig bekannte Marke Tata aufpolieren, die jüngst mit einem 1700-Euro-Billigmobil für nur lauwarme Begeisterung sorgte. Und die Jobgarantien für die nicht gerade überbezahlten Belegschaften in England sorgen zudem für sozialen Frieden. Wobei ketzerisch zu fragen ist, ob eine Verlagerung der Produktion nach Indien der Qualität nicht gut getan hätte.

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