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Westfalenpost: Chance vertan Wehrbeauftragter kritisiert dicke Soldaten

    Hagen (ots) - Von Jörg Bartmann

    Wir kennen alle die gewollten Auslandseinsätze wie Kfor, Isaf oder ähnliches. Wir wissen, dass die Bundeswehr-Soldaten Nachbesserungsbedarf bei der Vereinbarkeit von Dienst und Familie haben. Wir registrieren, dass seit 1995 etwa 200 000 Bürger in Uniformen fern der Heimat eingesetzt wurden. Kein leichtes Geschäft. Zum Guten hat sich zudem wenig am niedrigen Sold, der hohen Belastung und den schmuddeligen Kasernen verändert. Und was macht der Wehrbeauftragte? Der beschäftigt sich mit dem übergewichtigen Soldaten in seinem Jahresbericht. Fett statt fit ist beklagenswert, weil mangelnde Fitness im Ernstfall lebensgefährlich ist. Dafür ist von Robbe wenig zu hören von Ausbildungs- und Ausrüstungsdefiziten. Er fordert stattdessen den Befehl zum Dienstsport ein und kritisiert die leidige Bürokratie, wie die penible Mülltrennung in Afghanistan. Damit liegt er richtig, die Chance, strukturelle Probleme in den Blickpunkt zu rücken, ist aber vertan.

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