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NOZ: Gespräch mit Simone Peter, Grünen-Chefin

Osnabrück (ots) - Grüne: Kanzlerin gibt ihre G-7-Gipfelschwüre zum Klimaschutz auf

Vorsitzende Peter nennt Koalitionsbeschlüsse "Augenwischerei" - "Spiel, Satz und Sieg für die Kohlelobby"

Osnabrück.- Grünen-Chefin Simone Peter hat Bundeskanzlerin Angela Merkel(CDU) vorgeworfen, mit ihrem Nein zur Kohleabgabe für alte Kraftwerke die deutschen Klimaschutzziele praktisch aufgegeben zu haben. "Merkels Gipfelschwüre von Elmau haben die Mühe der Ebene nicht einen Monat lang überstanden", sagte Peter der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Freitag). Der "dreckige Deal" der Bundesregierung mit der Kohlelobby sei ein verhängnisvolles Signal an die UN-Klimakonferenz in Paris. "Spiel, Satz und Sieg für RWE, IGBCE und Co", sagte die Grünen-Chefin mit Blick auf deren Widerstand gegen die Kohleabgabe. Zu erwarten seien nun weniger Klimaschutz, aber höhere Kosten für die Verbraucher. Die im Koalitionsausschuss beschlossene Stilllegung einiger kleiner Kohleblöcke im Rahmen der Kapazitätsreserve nannte Peter "Augenwischerei". Die meisten wären aus Altersgründen ohnehin bald abgeschaltet worden. Jetzt werde dieses Ende noch vergoldet und trage den Konzernen Milliarden ein.

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