Neue Osnabrücker Zeitung

Neue OZ: Gespräch mit Jan van Aken, außenpolitischer Sprecher der Linken-Bundestagsfraktion.

Osnabrück (ots) - Linken-Außenpolitiker wirft Union Politikverweigerung im Kampf gegen IS vor

Van Aken lehnt deutsche Beteiligung an US-Luftschlägen ab - "Merkel muss Druck auf Saudi-Arabien ausüben"

Osnabrück. Der Überlegung von Unions-Außenpolitikern, Deutschland könne sich an Luftschlägen gegen die Terrormiliz IS beteiligen, haben die Linken eine klare Absage erteilt. In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Freitag) sagte der außenpolitische Sprecher der Linken-Bundestagsfraktion, Jan van Aken: "Es grenzt an echte Politikverweigerung, jetzt Luftschläge gegen IS zu fordern, aber die wirklich notwendigen diplomatischen Schritte zu unterlassen."

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) könnte nach Worten von van Aken "viel zur Schwächung von IS beitragen, wenn sie endlich Druck auf Saudi-Arabien, Katar und die Türkei ausüben würde, um den Fluss von Geld, Waffen und Kämpfern für die Dschihadisten zu stoppen". Der linke Außenpolitiker fügte hinzu: "Immer nur nach Waffen und Luftschlägen zu rufen, aber Diplomatie zu verweigern, ist rein militaristisches Denken, das mit Politik nicht mehr viel zu tun hat."

Die beiden Unionspolitiker Philipp Mißfelder und Karl-Georg Wellmann hatten zuvor eine Beteiligung der Bundeswehr an den US-Luftangriffen gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) befürwortet.

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