Neue Osnabrücker Zeitung

Neue OZ: Nachricht zu Zwerggrundschulen in Niedersachsen

Osnabrück (ots) - Land hält an Zwerggrundschulen fest

Keine Reform trotz sinkender Schülerzahlen und Kritik des Landesrechnungshofes

Osnabrück. Schonfrist für die Zwerggrundschulen in Niedersachsen: Die Landesregierung wird trotz weiter sinkender Schülerzahlen und der Kritik des Landesrechnungshofes (LRH) vorerst keine Konsequenzen ziehen. Das bestätigte ein Sprecher des Kultusministeriums der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwoch).

Die Rechnungsprüfer hatten im Frühjahr für Aufsehen gesorgt, als sie die Empfehlung aussprachen, kleine Grundschulen zu schließen. Nicht nur die Kosten seien zu hoch, attestierten damals die Prüfer. Auch die Unterrichtsqualität sei schlechter als an größeren Lehranstalten. Als Untergrenze bei der Schülerzahl hatten die Prüfer 50 Kinder ausgemacht. Mehr als 60 Grundschulen lagen bereits im Schuljahr 2012/2013 darunter - gut die Hälfte davon im Raum Weser-Ems.

Hermann Palm vom LRH warnte in der "Neuen Osnabrücker Zeitung", dass sich die Situation "bis 2020 dramatisch verschlechtern werde". Da es immer weniger Kinder gebe, würden immer mehr Schulen unterhalb der kritischen Grenze rutschen - ein Viertel der knapp 1750 Grundschulen in Niedersachsen, schätzt er. "Ohne Gegensteuern laufen wir Gefahr, bald wieder klassische Zwergschulen zu haben, in denen von der ersten bis zur vierten Klasse alle Kinder gemeinsam unterrichtet werden."

Ein Sprecher des Kultusministeriums machte deutlich, dass die Regierung nicht auf die Holzhammer-Methode setze. "An der kommunalen Selbstverwaltung werden wir nicht rütteln", sagte er.

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