Neue Osnabrücker Zeitung

Neue OZ: Nachricht zur Jungtier-Tötung

Osnabrück (ots) - Schwächliche Ferkel dürfen in NRW und Niedersachsen weiterleben

Agrarministerien geben Erlass zur Jungtier-Tötung heraus - Schweinehalter begrüßen Rechtssicherheit

Osnabrück.- Schwächliche Ferkel dürfen in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen nicht mehr getötet werden. Das haben die beiden Bundesländer per Erlass verboten, berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung" (Samstag). Zudem hätten die Landwirtschaftsministerien der Länder verbindliche Vorgaben dazu gemacht, wie Jungtiere ohne Überlebenschancen künftig getötet werden müssen.

Die Erlasse sind eine Reaktion auf Videoaufnahmen aus dem Landkreis Vechta. Tierrechtsaktivisten hatten hier 2013 dokumentiert, wie Ferkel durch Schläge auf Stallgatter oder auf den Boden getötet wurden. Wie die Zeitung weiter schreibt, dürfen totkranke Jungtiere künftig nicht mehr per Genickbruch umgebracht werden. Sie müssten nun vorab betäubt werden, bevor man sie beispielsweise ausbluten lasse. Die Veterinärbehörden sollen die sachgemäße Tötung kontrollieren.

Zunächst hatte Niedersachsen den Erlass herausgegeben, das Ministerium in Nordrhein-Westfalen schloss sich am Freitag an, wie ein Sprecher dem Blatt bestätigte. Die Interessensgemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) begrüßte das Vorgehen der beiden Bundesländer: "Die Landwirte haben jetzt endlich Rechtssicherheit", sagte eine Sprecherin der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Wie das Blatt weiter berichtet, steht derweil noch nicht fest, ob die Videoaufnahmen aus dem Landkreis Vechta auch juristische Folgen haben werden. Eine Sprecherin der zuständigen Staatsanwaltschaft in Oldenburg sagte, dass die Ermittlungen noch laufen.

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